Schwerpunkte
Neurodiversität insbesondere ADHS und Autismus Spektrum
Neurodiversität bezeichnet die natürliche Vielfalt menschlicher Gehirne: die Art und Weise, wie Menschen denken, lernen, fühlen, Informationen verarbeiten und die Welt wahrnehmen, ist unterschiedlich. Abweichungen von den gesellschaftlichen Standards werden als natürliche Variation bezeichnet.
Neurotypisch werden Menschen beschrieben, deren Entwicklung, Informationsverarbeitung und Verhalten den allgemeinen gesellschaftlichen Standards entsprechen. Neurodivergente und neurotypische Menschen unterscheiden sich häufig in der Art der sozialen Kommunikation, der Filterung von (Umwelt-)Reizen, der Flexibilität auf alltägliche Situationen reagieren zu können und dem Fokus (seine Aufmerksamkeit steuern zu können). Das Konzept bezeichnet neurotypisch lediglich als häufigste Ausprägung des Gehirns, aber nicht als einzig richtigen Maßstab für das Menschsein.
Zu den typischen Formen von Neurodivergenz zählen ADHS und das Autismus-Spektrum sowie Legasthenie.
Mädchen und Frauen im Autismus Spektrum
Neurodivergente Mädchen und Frauen werden häufig erst spät diagnostiziert, da sie oftmals „übersehen“ werden oder falsche Diagnosen erhalten. Neurodivergente Funktionsweisen von Mädchen und Frauen unterscheiden sich zumeist vom stereotypen Bild von Autismus. Sie investieren oft (unbewusst) enorme Energie in das Erlernen und Nachahmen neurotypischer Verhaltensweisen (Masking & Camouflaging).
„the world needs all kinds of minds to work together“
Temple Grandin
Bereiche des Erlebens und Verhaltens
Depression
Depressionen oder depressive Verstimmungen zeichnen sich durch einen Interessensverlust sowie einem Mangel an Antrieb, verminderter Konzentration, Müdigkeit, Schlafstörungen als auch Grübeln und gedrückter Stimmung aus. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind fast immer beeinträchtigt. Bei Kindern und Jugendlichen zeigen sich oftmals andere Reaktionen: Reizbarkeit, Wutanfälle oder psychosomatische Beschwerden (wie Bauch- oder Kopfschmerzen) treten in den Vordergrund. Eine fundierte Diagnostik ist für die Therapie wegweisend.
Ängste
Ohne dass es uns immer bewusst ist, handelt es sich bei Angst um ein lebenswichtiges Grundgefühl, das uns vor Gefahren warnt und unseren Körper vorbereitet, um uns zu verteidigen oder zu fliehen. Wenn diese Gefühle jedoch ohne reale Bedrohung auftreten, den Alltag bestimmen oder dauerhaft anhalten, kann sich daraus eine Angststörung entwickeln. Dabei können sich Ängste auf Objekte (z.B. Spinnen) oder soziale Situationen beziehen und wie bei Panikattacken eine hohe Intensität haben. Bei Kindern treten Ängste oft in bestimmten Entwicklungsphasen auf und verschwinden nach einiger Zeit wieder von selbst (Angst vor Monstern).
Zwänge und körperdysmorphe Störung
Zwänge sind wiederkehrende, unerwünschte und als belastend empfundene Ideen oder Gedanken oder beabsichtige und wiederholte Handlungen, welche mit einem übertriebenen Kontroll- und Sicherheitsbedürfnis einhergehen können. Sie werden ausgeführt um kurzfristig die innere Spannung zu senken und können als überaus belastend wahrgenommen werden.
Körperdysmorphe Störungen sind von einer intensiven Beschäftigung mit vermeintlichen Fehlern im Aussehen gekennzeichnet. Typische Verhaltensweisen sind ein häufiges Kontrollieren, Vermeiden oder Kaschieren. Bestimmten Körperteilen kommt eine übermäßig hohe Aufmerksamkeit zu.
Oppositionelles Verhalten und Störung des Sozialverhaltens
Oppositionelles Trotzverhalten kann den Alltag in Familie und Schule beeinträchtigen. Kinder und Jugendliche zeigen oftmals eine reizbare Stimmung, streiten sich mit Erwachsenen und weigern sich Aufforderungen nachzukommen.
Kinder und Jugendliche, welche von einer Störung des Sozialverhaltens betroffen sind, zeigen ein Verhaltensmuster von aggressivem, aufsässigem oder unsozialem Verhalten, das die Altersnormen und Rechte anderer verletzt.
Belastungen im schulischen oder beruflichen Setting
Mobbing, Lern- und Leistungsprobleme oder Motivations- und Konzentrationsschwierigkeiten können im schulischen oder beruflichen Alltag auftreten und das Wohlbefinden negativ beeinflussen.
Stress, Critical Life Events und Stressfolgestörung
Stress ist eine natürliche, biologische und psychische Reaktion des Körpers auf Anforderungen, Bedrohungen oder Herausforderungen. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Verspannungen oder Schlafstörungen treten infolge von chronischen Stress auf. Ist der Stress anhaltend und krankmachend ist eine Unterstützung zum Stressmanagement und zur Burnout-Prävention empfehlenswert.
Wenn eigene Bewältigungsstrategien beim Auftreten von kritischen Lebensereignissen nicht ausreichen bietet die klinisch-psychologische Therapie adaptive Copingstrategien und Stärkung von Resilienz an um die Stressintensität zu verringern und den Einsatz von maladaptiven Verarbeitungsstrategien zu reduzieren.
Work-Life-Balance & Selfcare
Wie kann es mir gelingen, in einer schnelllebigen Zeit gut für mich selber zu sorgen? Was braucht es, dass ich in mich selber horchen kann um meine Ziele und Wünsche, meine Berufung und meinen Weg erkennen zu können? Wie kann ich meine Vision in einem passenden Tempo verwirklichen? Die klinisch-psychologische Therapie bietet Ihnen durch verschiedene Interventionsformen Orientierung einen für Sie sinnvollen und gesundheitsförderlichen Lebensstil zu entdecken und schrittweise umzusetzen.
„Die beste Freude ist wohnen in sich selbst.“
Johann Wolfgang von Goethe